Exar Kun

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ExarKun.png
Exar Kun
Rasse:
  • Mensch
Geschlecht:
  • männlich
Augenfarbe:
  • Grau (Sith: Gelb)
Haarfarbe:
  • Schwarz
Größe:
  • 1,90 Meter
Partei:
  • Galaktische Republik
  • Jedi-Orden
  • Sith-Imperium
  • Bruderschaft der Sith
  • Kult von Exar Kun
Besonderheiten:
  • Unbekanntes Sith-Symbol auf der Stirn
  • Drei Narben


"Exar Kun, deinetwegen werden die Sith nie zugrunde gehen. Du hast dir das Recht verdient, den Titel eines Dunklen Lords der Sith zu tragen!" -Marka Ragnos


Exar Kun war der unumstritten mächtigste Sith-Lord zur Zeit der Galaktischen Republik, welche circa 4.000 v.E. einen Großteil der damals bekannten Planeten unter ihrer Führung vereinigte. Ursprünglich als einer der talentiertesten Padawane im Jedi-Orden gehandelt, wurde ihm seine eigentlich beste Eigenschaft, der Wille zum beständigen Lernen, zum Verhängnis und wird im Nachhinein von Historikern als einer der wesentlichen Faktoren angesehen, warum ein derart vielversprechender und talentierter Jedi so leicht zum gefürchtetsten Dunklen Lord seiner Zeit werden konnte.

Die Berufung

Obwohl sich seit vielen Jahren unzählige Forscher und Historiker mit dieser höchst umstrittenen Persönlichkeit beschäftigt haben, ist es leider nicht möglich, detaillierte Informationen zur Kindheit Exar Kuns bereitzustellen. Für die Forschung wäre es ein unermesslicher Schatz, wenn sie auf Berichte stoßen würde, die das Leben Exar Kuns in seinen frühesten Kindheitstagen beleuchten würden. Allein die Aussicht, die Herkunft Kuns in all seinen Facetten durchleuchten und erhellen zu können, würde die Augen der jeweiligen Forscher zum Glänzen bringen. Stattdessen werden wir uns damit begnügen müssen, die ersten Lebensjahre Kuns auszulassen und uns mit jenem Abschnitt seines Lebens beschäftigen, der so gut dokumentiert ist, um als Beginn für seine Lebensbeschreibung fungieren zu können. Aus den uns zugänglichen Quellen ist ersichtlich, dass Exar Kun aufgrund seines offensichtlichen Talentes schon früh in die Obhut des Jedi-Ordens gekommen war. Obwohl er als eines der größten Juwele unter den Neulingen galt, war besonders der Charakter des Jünglings, welcher sich vor allem durch eine ungestüme, ungeduldige und arrogante Art auszeichnete, seinen Ausbildern ein besonderes Dorn im Auge, waren sich doch Attribute, die meistens der Dunklen Seite zugeschrieben werden. Trotz dieser Bedenken wurde Exar Kun weiter ausgebildet, doch schon früh sollte sich zeigen, welchen Weg der Jüngling zu gehen hat. Während einer Trainingseinheit mit Kuns Jedi-Meister, Vodo-Siosk Baas, sowie seinen Mitschülern, den Cathar Sylvar und Crado, duellierte sich Kun mit den beiden anderen Padawanen. Mit scheinbarer Leichtigkeit und müßig unterdrücktem Zorn besiegte der talentierte Padawan seine beiden Mitstudenten. Sylvar muss dies aufgefallen sein und bezichtigte, ja vielmehr beleidigte sie Kun damit, dass er eines Jedi unwürdig sei, gerade aufgrund der Tatsache, dass er sich während dem Kampf mehr auf seine Emotionen als auf Vernunft und Verstand gestützt habe und, um ihren Standpunkt zu verdeutlichen, schlug ihm mit ihren Krallen aus Frust ins Gesicht. Kun, noch wütender als zuvor, hätte daraufhin beinahe Sylvar erschlagen, hätte Meister Baas nicht rechtzeitig eingegriffen. Doch die Auseinandersetzung hatte ihre Spuren bei Exar Kun hinterlassen: Die Narben auf seinem Gesicht, zugefügt durch die Krallen der Cathar, würden ihn ein Leben lang begleiten.

Für einige Zeit kehrte Ruhe ins Leben des jungen Kun ein, doch ein weiteres Erlebnis würde ihn unweigerlich auf jenen Pfad bringen, der sein Schicksal werden würde. Dabei handelte es sich um einen Zwischenfall, der mit seinem Lehrmeister Vodo-Siosk Baas seinen Ursprung fand. Wie sich mittlerweile bestätigt hatte, war der alte Jedi-Meister im Besitz eines Sith-Holocrons. Aus uns unbekannten Gründen gelang es Kun, einen flüchtigen Blick auf das Holocron zu werfen. Doch anstatt instinktiv davor zurückzuweichen, gab sich der junge Padawan ganz seiner Neugierde hin. Sein kurz geratener Ausflug in die Welt der Sith blieb nicht unentdeckt, Meister Baas stellte ihn im Anschluss zur Rede und versuchte ihn sowohl eindringlich wie auch ausdrücklich vor den Gefahren der Dunklen Seite zu warnen und schützen. Denn Baas war sich mehr als bewusst, dass der Stolz und die Ambition seines Schützlings weiter gewachsen waren und mehr und mehr anfingen ihn von seinen Übungen abzulenken.

Exar Kun zum Zeitpunkt seines Bruchs mit dem Jedi-Orden.
Freedon Nadd - Wegbereiter des Falls von Exar Kun.

Kun blockte aber alle Hilfeversuche seines Meisters ab, erläuterte ihm stattdessen, dass er die Macht und Kraft besäße, die Dunkle Seite zwar studieren zu können, ihrem Ruf aber locker widerstehen konnte. Er würde von den Sith als Jedi lernen und dem Orden jenes Wissen zukommen lassen, was er, Kun, sich erarbeitet hatte. Der alte Jedi-Meister rang vergeblich um die Seele seines Schülers und musste mit Schmerzen mitansehen, wie sein wohl begabtester Padawan seine Bande zum Orden kappte, sich selbst zum Jedi-Ritter und Archäologen ernannte und sich sowohl seiner Neugierde, als auch seiner Wissbegierde hingab und die Jedi-Akademie auf Dantooine verließ.

Die erste Etappe seiner lebenslangen Reise führte Exar Kun nach dem Verlassen der Jedi nach Onderon. Zu dieser Zeit war der Planet Schauplatz und Bühne für einen ungewöhnlichen Bürgerkrieg: Anhänger des Tyrannen und Sith-Lords Freedon Nadd versuchten zum damaligen Zeitpunkt der aufgebrachten Menschenmenge vor Ort entgegenzuhalten, die sich lautstark gegen ihren einstigen Eroberer wehrte. Obwohl Nadd zu dieser Zeit bereits lange Tod und begraben war, wurde durch diese Situation seine Macht und sein Einfluss noch deutlicher, da sich die Onderonianer gegen dessen Nachfolger zurecht wehrten, hatte der Sith-Lord doch den Planeten zunächst grausam erobert und als Tyrann mit eiserner Faust und gewalttätiger Härte beherrscht. Genau in diese aufgeheizte Stimmung geriet Exar Kun bei seiner Ankunft auf Onderon. Heute können wir nur spekulieren, warum sich Kun zunächst aus der Angelegenheit fern gehalten hatte. Neu auf dem Planeten, musste sich der selbsternannte Jedi-Ritter zunächst einen Überblick über die Situation verschaffen und verfolgte beide Seiten mit größter Aufmerksamkeit. Als schließlich die Lage zu eskalieren drohte, schritt Kun durch das Zünden seines Lichtschwertes ein und verhinderte so eine gewaltsame Ermordung der Freedon Nadd Anhänger. Die Menge, ehrfürchtig vor dem plötzlich auftauchenden Jedi-Ritter, hielt inne, fest in der Annahme, der unerwartete Gast würde sich der Anhänger Nadds annehmen. Doch die Geschichte lehrt uns etwas anderes. Für die Jünger Freedon Nadds völlig unerwartet, entschied sich Exar Kun, wohl wieder seiner Neugierde, seinem Wissensdurst und seinen persönlichen Zielen folgend, dafür, ihnen zu helfen und unterbreitete ihnen einen Vorschlag: Sie würden ihn zum Grab Freedon Nadds führen und dafür noch zusätzlich von Kun bezahlt werden, im Gegenzug würde Kun die Meute davon abhalten, sie bei Tage zu lynchen. Eine leichte Entscheidung für die Anhänger und schon kurz darauf führten zwei Anhänger den Jedi auf den Waldmond Dxun, tief in den Dschungel des Mondes hinein und schließlich zur letzten Ruhestätte des Sith-Lords Freedon Nadd. Vor Ort musste Kun, wie aus den Quellen in den Archiven bekannt ist, feststellen, dass die Türen der Grabkammer von den alten Jedi mit mandalorianischem Eisen verstärkt und geschützt waren. Doch ein Hindernis waren sie für Kun nicht. Es gelang ihm die Tore zum Grab zu öffnen und ohne zu zögern begann der junge Jedi damit, die Grabkammer zu erforschen. Doch Kun fand, womit er nicht gerechnet hatte. Der Geist des verstorbenen Freedon Nadd materialisierte sich vor Exar Kun. Wie sich erst viel später herausstellen sollte, erschien Freedon Nadd nicht ohne Grund. Er war sich wohl bewusst gewesen wer hier zu ihm gekommen war. Ein äußerst ambitionierter, leicht reizbarer und extrem stolzer Jedi war in seine Ruhestätte eingedrungen, angetrieben von einem Übermaß an Neugierde und Wissensdurst, einer Kombination von Eigenschaften, die es einem Sith-Lord von Nadds Statur leicht gemacht haben, den Jedi auf den Pfad zur Dunklen Seite zu lenken. Nachdem er Exar Kun seine Identität preisgegeben hatte, lockte er den jungen Jedi durch das versprochene Wissen über Sith-Lehren, ja viel mehr nützte der Sith-Lord die Eigenschaften Kuns schamlos aus und wies den überheblichen jungen Jedi an, seine Reise fortzusetzen und gab ihm den Rat, weiter nach Korriban zu reisen.

Die beiden Pole

Kun, überheblich in seiner Arroganz und Glauben an sich und sein Talent, brauchte nicht lange zu überlegen. Er nahm den Rat von Freedon Nadd an und machte sich umgehend auf den Weg zur alten Sith-Welt. Was Kun dazu bewog, einem plötzlich auftauchendem Geist eines lang verstorbenen Sith-Lords blind zu vertrauen, darüber lässt sich heute nur spekulieren. Generell gehen Forscher davon aus, dass sich Exar Kun bewusst gewesen sein muss, wer sich ihm offenbart hatte. Und in seinem unendlichen Hochmut war Kun wohl der Überzeugung gewesen, sich zwar auf das Angebot des Sith-Lords einzulassen, aber gleichzeitig vor dem fatalen Einfluss der Dunklen Seite geschützt zu sein. Es war ein Kampf, den Kun bis zu seiner Ernennung zum Sith-Lord beständig ausgeführt zu haben schien. Sein innerer Kampf, dem Wissen der Sith bis an das Ende der Galaxie zu folgen, in seinem Scheinglauben dieses Wissen für den Orden und das Gute einsetzen zu können und dabei selbst nicht dem Dunklen verfallen.

Wir können mit Sicherheit davon ausgehen, dass Kun tatsächlich auf Korriban gewesen war und dort weiterhin den Anweisungen Freedon Nadds Folge geleistet hatte. Wie viel Zeit Kun auf dem Planeten damit verbracht hatte, das Tal der Dunklen Lords und dessen Gräber zu bestaunen und zu untersuchen, können wir nicht sagen.

Das Tal der Dunklen Lords - Letzte Ruhestätte von mächtigen Dunklen Lords der Sith.

Was aber gesagt werden kann, ist, dass schon bald Kun bei der Erforschung eines Mausoleums lebendig unter einem Steinhaufen begraben wurde. Wie sich herausstellte, testete nicht nur Feedon Nadd den hochmütigen, aber talentierten Jedi, sondern auch die Manifestationen der anderen Sith-Lords unterzogen Kun einer Reihe von Tests, um sich ein Bild von ihm zu machen. Da Kun als ein Jedi nach Korriban gekommen war, konnte er sich auch nicht mithilfe der Macht befreien, also gab ihm Freedon Nadd den einzigen Weg vor, der Exar Kun aus seiner Lage helfen konnte: Die völlige Akzeptanz der Dunklen Seite. Obwohl Kun sich weigerte diesen Weg zu gehen, dabei immer wieder nach seinem Meister ausrufend, akzeptierte er schlussendlich diesen Pfad, einerseits um seinem Stolz als Jedi zu entsprechen, andererseits seine Unmöglichkeit den Tod als Lebensform akzeptieren zu können. Mithilfe seiner neuen Kräfte, gestärkt durch seinen Zorn, gelang es ihm, sich aus dem Mausoleum zu befreien. Doch noch war er nicht ganz der Dunklen Seite anheimgefallen, ein letzter Schritt fehlte noch, ein Schritt, den Freedon Nadd ihm auf Yavin IV zu gehen befohlen hatte.

Exar Kun wird von den Massassi auf Yavin IV überwältigt.

Obwohl zu der damaligen Zeit Yavin IV keine große Bedeutung inne hatte, übte der Planet dennoch einen starken Reiz auf den jungen Kun aus. Dies hatte vor allem damit zu tun, dass der angehende Dunkle Jedi auf eine experimentelle Rasse Naga Sadows traf, den primitiven Massassi. Doch anders als erwartet, konnten die Massassi den Neuankömmling mit Leichtigkeit gefangen nehmen. Mittlerweile wissen wir, dass Kun deshalb keine richtige Bedrohung darstellte, da er noch zwischen den beiden Welten, zwischen der Hellen und der Dunklen Seite gefangen gewesen sein musste. Die eine hatte er noch nicht wirklich aufgegeben, die andere noch nicht mit seinem ganzen Wesen akzeptiert. Als ein Schatten seiner Selbst, konnte er den Massassi nicht lange Widerstand leisten. Und doch war es nicht der eigentliche Auslöser für die volle Akzeptanz der Dunklen Seite. Erst durch das Bekämpfen eines Sith Wyrms und das damit zusammenhängende, erneute Eingreifen Freedon Nadds, erreichte Exar Kun jenes Ziel, welches ihm unbewusst durch den toten Sith-Lord aufgezwungen wurde. Nun ergab sich Kun mit seinem ganzen Wesen und seines ganzen Selbst der Dunklen Seite, dabei zu einem Agenten der Dunkelheit werdend. Die erste Aktion Exar Kuns entsprach dem Geschmack und der Vorstellung Freedon Nadds: Kun wurde zum Schlächter, erschlug zuerst mit größtem Vergnügen den Sith Wyrm, richtete im Anschluss regelrecht jene Massassi-Krieger hin, die ihn gefangen hielten und begann den Rest grausam zu unterwerfen. Aber Nadd unterschätzte seinen neuesten Schützling. Von den ständigen Tests und dem ständigen Einmischen Freedon Nadds bis zum äußersten gereizt, entschied sich Kun dazu, von den ganzen Spielereien müde geworden, mithilfe eines im Naga Sadows Tempel gefundenen Medaillon den Geist seines Sith-Mentor endgültig zu vernichten. Kun wurde sein eigener Herr und Meister, Freedon Nadds Geist zerstört und sein Einfluss begann zu schwinden. Nun gab es keine zwei Seiten Kuns mehr, keinen Jedi und keinen Sith mehr, die um seine Seele kämpften. Exar Kun war Sith geworden.

Im Amte

Während seiner Zeit auf Yavin, wie aus den Quellen hervor geht, hatte Kun sich neben den Massassi den gesamten Planeten unterworfen. Nebenbei, so konnten Forscher uns bestätigen, tauchte Exar Kun mehr und mehr fasziniert in die Sith-Alchimie ein, die er in seiner Zeit auf dem Planeten auch bis zur Perfektion meisterte. Doch wie bei allen Sith, wächst die Ambition weiter und drängte förmlich Kun dazu, seinen Einfluss auch auf andere Planeten und Systeme der Galaxis auszuweiten. Auch hier war die Furcht vor dem Verlust seiner Macht ein Faktor, den Kun dazu veranlasste, panisch nach Gefahrenquellen zu suchen. Eine Handlung, die nicht verwundert. Die Furcht ist wohl die antreibenste Kraft der Dunklen Seite, die einen Sith an jene Schwelle bringt, die ihm die Vergänglichkeit seines Tuns und Schaffens vor Augen führt. Und um seinen Untergang zu verhindern, beginnt ein Sith sich noch mehr Macht anzueignen. So auch Kun, der mit wachsamen Augen auf die Galaxis blickte, um seinen Nemesis rechtzeitig aufspüren zu können.

Exar Kun duelliert sich mit Ulic Quel-Droma.

Fündig wurde er bald, seinen größten Widersacher fand er in Uilc Quel-Droma, einem Jedi-Ritter, der zwar versuchte eine Sith-Organisation, den Krath-Kult, zu infiltrieren, dabei aber selbst auf die Dunkle Seite gezogen wurde. Kun reiste nach Empress Teta, um einerseits den Kult auf seine Seite zu ziehen, andererseits um Quel-Droma aus dem Weg zu räumen. Doch das Duell der beiden Sith verlief anders als geplant. Jene Sith-Amulette, die beide gefunden bzw. erhalten hatten, begannen aufeinander zu reagieren als wären sie zwei Hälften eines einzigen Medaillons. Die dadurch freigesetzten Energien erlaubten es, dass der Sith-Lord Marka Ragnos mitsamt anderen toten Sith-Lords erscheinen konnte. Das Aufeinandertreffen der beiden lebenden Sith mit den alten, mächtigen Sith-Lords der Vergangenheit sollte gewaltige Auswirkungen nach sich ziehen: Marka Ragnos ernannte sowohl Kun als auch Quel-Droma zu den neuen Anführern eines neuen Sith-Imperiums, doch da Kun das größere Potential hatte, wurde er zum neuen Dunklen Lord der Sith, Quel-Droma zu seinem Sith-Schüler ernannt. Beide akzeptierten das Urteil Marka Ragnos, ein neuer, brutaler galaxisweiter Sith-Krieg, der als Exar Kun Krieg in die Geschichte eingehen sollte, begann Form anzunehmen. Kun entwickelte einen Plan, um sich die Galaxis zu unterwerfen und reiste zunächst nach Ossus, um seinen Plan in die Tat umzusetzen. Warum er sich Ossus aussuchte wird schnell klar, wenn man einen genaueren Blick auf den Planeten wirft. Mit der wohl größten Jedi-Bibliothek und einer eigenen Akademie, hatte Ossus neben Coruscant die wohl wichtigste Stellung innerhalb des Jedi-Ordens. Da die Ossus Bibliothek aber nicht nur das gesammelte Wissen vergangener Jedi-Generationen verwahrte, sondern auch gefährliches Sith-Wissen unter Verschluss hielt, übte Ossus für Kun einen dementsprechenden und verständlichen Reiz aus. Die Vorgangsweise Kuns, lässt sich im Nachhinein betrachtet leicht rekonstruieren.

Kun erschlägt Odan-Urr auf Ossus und holt sich seinen Preis, ein Sith-Holocron.

Auf dem Planeten angekommen, log Kun den anwesenden Jedis vor, dass er nach wie vor dem Orden angehörte. Anschließend ergaunerte er sich Zugriff auf jene Archive, die für ihn von Bedeutung waren.

Exar Kun korrumpiert die Jedi-Padawane auf Ossus mithilfe des Holocrons.

Schlussendlich gelang er nach kurzer Zeit in den Besitz jenes Sith-Holocrons, welches er auf Ossus gesucht hatte, auch wenn er dafür den Vorsteher der Archive, Meister Odan-Urr, der den Verrat Kuns sogar erkannt hatte, ermorden musste. Im Anschluss gelang es Kun, eine Vielzahl an Padawane mithilfe des Holocrons zu korrumpieren und entsandte sie schon bald als seine Agenten in die Weiten der Galaxis. Doch sein Vorhaben verlief nicht ganz nach Plan. Sein Schüler, Ulic Quel-Droma, widersetzte sich seinen Befehlen und griff mithilfe des Krath-Kultes sowie mandalorianischen Söldnern Coruscant an. Obwohl Ulic Teile des Planeten erobern konnte, wurde der Angriff zurückgeworfen, Quel-Droma selbst geriet sogar in Gefangenschaft.

Kun erschlägt auf Coruscant seinen alten Meister, Vodo-Siosk Baas.

Frustriert und wütend über die Unfähigkeit seines Schülers, reiste Kun sofort nach Coruscant um Quel-Droma zu befreien. Es gelang dem Dunklen Lord der Sith seinen Schüler zu retten und nebenbei, wie es scheint sogar ohne große Mühe aber dafür mit sichtlicher Freude und Enthusiasmus, erschlug Kun seinen alten Meister Vodo-Siosk Baas, den amtierenden Obersten Kanzler der Republik, sowie den Großteil des Senats. Mehr als zufrieden mit seinem Erreichten, zog sich Exar Kun nach Yavin IV zurück und trug Quel-Droma auf, Ossus wichtige Dokumente zu entnehmen, welches mittlerweile durch eine Supernova bedroht und vom Jedi-Orden eiligst evakuiert wurde. Das gefundene Schiff von Naga Sadow auf Yavin IV konnte, wie Kun erst auf der Heimreise herausgefunden hatte, Sterne zur Explosion bringen. Kun ahnte nicht, dass dies der Beginn seines Untergangs werden würde, denn Quel-Droma wurde auf Ossus wieder zur Hellen Seite bekehrt und um seinen Fehler wieder gut zu machen, führte er den Jedi-Orden nach Yavin IV, damit Exar Kun Einhalt geboten werden konnte. Woher Kun wusste, dass er beim bevorstehenden Kampf gegen die Jedi keine Chance haben werde, kann nicht gesagt werden, jedoch lassen sich auch hierüber nur Vermutungen machen. Die wohl weitverbreitetste These besagt, dass Exar Kun die anreisenden Jedis in der Macht gespürt hatte, ihr Vorhaben, ihre Stärke sowohl individuell als auch gemeinschaftlich, den grimmigen Entschluss den sie gefasst hatten. Um seinem kommenden Ende doch noch zu entgehen, entschloss sich Exar Kun zu einem verzweifelten Ausweg.

Exar Kun führt das verhängnisvolle Ritual durch.

Mithilfe seiner Alchimie-Künste führte Kun ein Sith-Ritual durch, welches seinen Geist von seinem sterblichen Körper trennte. Sein Leib starb ohne seinen Geist schnell dahin, doch sein Geist, seine Essenz, manche Forscher sprechen auch von seiner Seele, überdauerte und wollte Yavin IV sogleich verlassen. Doch die Jedi hatten das Ritual gespürt, ihre Kräfte vereinigt und Exar Kuns Geist in einem seiner Tempel verbannt. Die Gefahr, die von diesem Dunklen Lord der Sith ausgegangen war, war gebannt, der Krieg für die Republik und die Jedi gewonnen.

Die Legende

Obwohl Exar Kun vor 4.000 Jahren lebte hat sich eine zweifelhafte Berühmtheit gehalten. Während die Sith von ihm als einer der einflussreichsten und für sie wichtigsten Sith-Lords der Geschichte sprechen, ist er für die Jedi ein Paradebeispiel was es heißt, zu stolz, zu talentiert, zu hochmütig und zu versessen auf Wissen jeglicher Art zu sein. Kun hat aber weitaus mehr hinterlassen, als einen zwiespaltigen Eindruck auf seine Persönlichkeit in der Geschichte. So kann man zweifelsfrei sagen, dass Kun einer der ganz großen Meister der Sith-Alchimie gewesen war. Ständiges Lernen und erweitern seiner Kenntnisse, scheinbar ewiges Experimentieren, unerlässliches Forschen in alle Richtungen und der Wille seine Ziele zu verfolgen, machten Exar Kun zu einem Experten und Verehrer der Sith-Alchimie. Sein Erfolg wurde durch die Geschichte auch bestätigt, unzählige Sith-Kreaturen, darunter auch das gefürchtete Terentatek, wurden von ihm geschaffen. So war es auch wenig verwunderlich, dass er dank seiner Alchimie-Künste auch für das Aussterben der Massassi auf Yavin IV verantwortlich gemacht wurde.

Exar Kun mit dem ersten Doppellichtschwert in der Geschichte.

Doch seine wohl größte Bekanntheit erlangte Kun wegen seiner Kreation des Doppellichtschwertes. Obwohl er es in seinem späteren Leben konstruiert hatte, besaß sein Doppellichtschwert Eigenschaften, die selbst heute noch einen hohen Schwierigkeitsgrad besitzen. So war es ihm möglich, zu jeder Zeit die Intensität wie auch die Länge seiner Klingen zu beeinflussen. Das Design des Lichtschwertes selbst war einzigartig, es basierte nämlich auf der Konstruktion seines alten Lichtschwertes, woraus auch die ungewöhnliche Länge des Griffes resultierte. Es ist nun wenig verwunderlich, dass die Geschichte ihn als den ersten Führer einer Doppelklinge kennt und gleichzeitig Kuns Lichtschwert als Vorlage für unzählige andere Schwerter diente, welche sich die angehenden Sith, später auch Jedi, konstruierten.

Trotz all seiner Erfolge und Niederlagen, seinen Berühmtheiten und allen zweifelhaften Aktionen mit denen sich Exar Kun in der Geschichte der Galaxis verewigt hatte, hält sich nach wie vor ein Gerücht sehr hartnäckig. Manche Bewohner unserer Galaxis, besonders Verehrer des Sith-Lords, verbreiten die Meinung, dass der Geist Kuns, obgleich er in seinem Tempel auf Yavin IV eingesperrt sei, nicht vernichtet sei, sondern lediglich einen Schlafzustand eingenommen habe. Recherchen zu dieser Meinung konnten diese Spekulation weder bestätigen noch verneinen. Nur eines sei an dieser Stelle von uns noch gesagt: Sollte dies der Wahrheit entsprechen, so wird es nur dem Jedi- und Dunklen Orden möglich sein, den Wahrheitsgehalt des Gerüchtes bestätigen zu können.

Quellen