Phaidra X2 Abfangjäger

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Phaidra2.jpg
Phaidra X2 Abfangjäger
Technische Daten:
Produktion:
Bezeichnung:
  • Phaidra X2
Typ:
  • Abfangjäger/Späher/Aufklärer
Maßstab:
  • Raumjäger
Länge:
  • 9,8 Meter
Besatzung:
  • 1 Pilot
Frachtkapazität:
  • 50 kg
Vorräte:
  • 20 Tage
Hyperantriebsmultiplikator:
  • x2
Reserveantrieb:
  • x10
Navigationscomputer:
  • Ja
Geschwindigkeit:
  • 121 MGLT
Geschwindigkeit in der Atmosphäre:
  • max 1.370 km/h
Beschleunigung:
  • 34 MGLT/s
Wenderate:
  • 90 DPF
Rumpfstärke:
  • 37 RU
Schilde:
  • 52 SBD
Die Bewaffnung:
Bewaffnung:
  • 2 Schnellfeuerlaserkanonen
  • 2 Ionenkanonen
Zusatzsysteme:
  • Schleudersitz
  • Lebenserhaltungssystem
  • Einsatzausrüstung
  • erweiterte Sensorphalanx
Sonstige Daten:
In Serienproduktion:
  • Ja
Preis:
  • 213.000 Credits (Produktionskosten)


Der Phaidra X2 Abfangjäger stellt ein Gemeinschaftsprojekt der Republic Engineering Corporation (REC) und den Streitkräften von Herios IV dar. Die Jagdmaschine wurde für den Kampf im All und speziell auch für den Einsatz im in der Atmosphäre von Planeten konstruiert. Als universeller Jäger der mittleren Preisklasse durch die REC produziert und auf dem galaktischen Waffenmarkt vertrieben, wird den Raumstreitkräften von Herios IV jährlich eine gewisse Stückzahl kostenfrei geliefert, um ihren maßgeblichen Einfluss bei der Entwicklung dieser Waffe zu entlohnen.

Sprössling einer Legende

Die Geschichte des Phaidra X2 beginnt Mitte des Jahres 15 n.E. und hat ihren Ursprung in den teils hitzigen Gefechten des heriosanischen Expansionskrieges. Als Initiator und Vater des Projekts gilt der spätere Sky Marshal und Kampfpilot der Streitkräfte von Herios IV – Iyun Sella. Der zum Ende des Krieges verstorbene Offizier galt bereits zu Friedenszeiten als Fliegerass und wurde durch die Entwicklung des Phaidra und seinem frühen Tod zu einer Legende. Selbst flog er kein einziges Mal einen der Jäger dieses Typs, obwohl er nicht nur Ideen- und Namensgeber war, sondern auch während des Krieges sämtliche Spezifikationen der Maschine mitentwickelte. Noch nach seinem Tod bei einem riskanten Landemanöver über Seraphin Prime wurde Sella in den Rang eines Sky Marshal befördert und zu einem Helden des Krieges erklärt.

In die Entwicklung des Phaidra X2 floss die gesamte Erfahrung eines Kampfpiloten, welcher bis dato mehr als 1.500 Übungseinsätze, 400 Kampfeinsätze und über 330 Abschüsse vorzuweisen hatte. Iyun Sella flog in seiner 36 Jahre langen Karriere nicht nur das Vorgängermodell des PX 2 aus heriosanischer Eigenproduktion, sondern auch die von der REC gelieferten Jagdmaschinen des Typs Star Saber und Aurek II. Keiner dieser Jäger schien ihn jedoch jemals vollständig zu überzeugen, da sie alle meist vollständig auf Gefechte im freien Raum ausgelegt waren und nur bedingt für Kampfhandlungen in der Atmosphäre von Planeten geeignet waren. Insbesondere während des Expansionskrieges entwickelte der damalige Marshal Sella noch im aktiven Kampfeinsatz eine Taktik des umfassenden Raumkampfes.

Bei seinen Einsätzen bezog der Pilot mit seinen Staffeln stets auch das eigentliche Ziel einer jeden Operation der Streitkräfte von Herios IV mit ein – die Eroberung eines Planeten. Er zog den Kampf Jäger gegen Jäger bewusst in den Bereich der Atmosphäre eines Planeten und versuchte damit quasi hinter den feindlichen Linien Chaos und Verwüstung zu schaffen, um den Verteidigungsstreitkräften eines Planeten möglichst schnell das Rückgrat zu brechen. Seinen eigenen Fähigkeiten als Pilot angepasst, waren derartige Einsätze meist überaus gefährlich, da man sich nicht nur der Raumstreitkräfte in seinem Rücken bewusst sein musste, sondern darüber hinaus auf die volle Wucht der Luftraumverteidigung eines Planeten traf.

Marshal Sella ging mit seiner waghalsigen Strategie des schnellen Vorstoßes bis tief in die feindlichen Linien sogar, ab Mitte des Jahres 15 n.E. und damit zum Höhepunkt des Expansionskrieges von Herios IV, noch einen Schritt weiter. Zwei von ihm angeführte Star Saber XC-03 Staffeln drangen zu Aufklärungszwecken in den Orbit von Seraphin Prime ein und ergriffen kurz darauf eine risikoreiche Chance. Ohne jegliche Rückendeckung durchbrachen die beiden Staffeln die Orbitalverteidigung und griffen unverzüglich die vollkommen überraschte Bodenverteidigung des Planeten an. Sella zerstörte bei diesem Angriff zwar fast 50% der Luftraumverteidigung des Planeten auf dem Boden, verlor dabei jedoch auch fast 20 der 24 Jäger seiner Einsatztruppe. Er erklärte zu diesem Zeitpunkt - und damit kurz vor dem Generalangriff auf Seraphin - das die bisherige Bestückung der Jagdwaffe für einen modernen und aggressiv geführten Angriffskrieg vollkommen ungeeignet sei. Mit weiteren Ideen im Hinterkopf und mit einem Auftrag der Armeeführung von Herios IV wendete Sellas sich an den direkten Waffenlieferanten des Planeten – die REC.

Innerhalb von nur wenigen Wochen begann man dort unter der Anleitung des Kampfpiloten mit der Entwicklung eines Nachfolgemodells des langjährigen Standardjägers der Raumstreitkräfte von Herios IV – dem veralteten Pheron X1 Multifunktionsjäger. Ziel war die Konstruktion einer Jagdmaschine, welche als Abfangjäger im All ebenso gut geeignet war, wie zur Bekämpfung von Boden-Luft-Zielen auf einem Planeten. Besonderer Wert wurde auf die schnelle Bekämpfung leichter Ziele unter Feindeinwirkung gelegt – also die überraschende Vernichtung einzelner Boden- und Lufteinheiten unter den Gefechtsbedingungen einer im Orbit tobenden Raumschlacht. Darüber hinaus wurde versucht den Jäger bedingt mit den Möglichkeiten eines Spähers und Aufklärers auszustatten.

Einer Idee von Iyun Sella folgend wurde in den Stauräumen des Jägers Ausrüstung für einen Bodeneinsatz verstaut. In der Vorstellung des Fliegerasses sollten sämtliche Piloten der Jagdwaffe seiner Heimat eine spezielle Ausbildung erhalten, welche sie dazu befähigt nach einer Landung hinter den feindlichen Linien Sabotageeinsätze durchzuführen. Phaidra Staffeln, welche die Orbitalverteidigung eines Planeten durchbrochen hatten, sollten auf dem Zielplaneten landen, die Lage dort aufklären und anschließend mit Sprengstoff oder auch chemischen und biologischen Kampfstoffen dort empfindliche Ziele wie Kommandozentren ausschalten.

Während der späteren Entwicklungsphasen achtete die REC verstärkt auf die Wirtschaftlichkeit des Projekts, da man auch bei diesem Jäger einen Verkauf auf dem galaktischen Markt anstrebte. Der Ein-Mann Jäger sollte dabei als Späher, Aufklärer, Abfangjäger und Einsatzfahrzeug für Spezialkräfte angepriesen werden. Nach knapp zwei Monaten lief der erste Prototyp zum Ende des heriosanischen Expansionskrieges vom Band. Der Vater des Projekts war nur wenige Tage zuvor im Anschluss eines Aufklärungseinsatzes verstorben. Nach der erfolgreichen Testreihe ging der Abfangjäger Ende des Jahres 15 n.E. in Serienproduktion. Grundsätzlich ein mittelmäßiger Jäger im Raumkampf, überzeugt die Maschine aufgrund ihres breiten und speziellen Einsatzspektrums, welches nur wenige andere Jägertypen in dieser Form umfassen können.

Die REC verwendete wie bei all ihren Produkten auch bei dieser Waffe nur neueste Spitzentechnik und fertigt neben der Auslieferung an die Streitkräfte von Herios IV auch immense Stückzahlen für die eigenen Truppen und den freien galaktischen Markt. Bisher wurde dieser Jägertyp insbesondere an die Dritte Republik verkauft.

Technische Daten

Mit einer Geschwindigkeit von 121 MGLT im All und 1370 km/h innerhalb der Atmosphäre eines Planeten zählt der Phaidra X2 zwar nicht zu den schnellsten und wendigsten Jägern der post-Endor Jahre, jedoch gilt dieses Tempo unter Gefechtsbedingungen für ausreichend. Insbesondere im planetaren Luftkampf gelingt es der Maschine hierbei zu überzeugen, da nicht nur ein schneller Atmosphäreneintritt gewährleistet wird, sondern nur ein geringer Verlust bei der Wendigkeit des Jägers auftritt. Trägheitsdämpfung und neueste Schubsysteme sorgen für ausgezeichnete Flugeigenschaften und lassen den Jäger nichts an seiner Effektivität und Schlagkraft verlieren, sobald er vom All in die Atmosphäre wechselt.

Schild- und Waffensysteme sind an fast sämtliche Lagen angepasst und ergänzen sich in diesem Sinne mit der etwas schwereren Panzerung des Jägers. Die Schilde wurden auf die Hitzeeinwirkung beim Atmosphäreneintritt angepasst und gelten daher als besonders widerstandsfähig. Bei schwerem Feindbeschuss brechen sie jedoch relativ schnell zusammen, da sie nur eine geringe Wiederaufladerate besitzen. Die Waffen setzen sich aus Laser und Ionenkanonen zusammen, welche gegen einzelne Ziele wie Jäger, Geschützstellungen und Bodeneinheiten eingesetzt werden. Demnach ist der Jäger nicht für einen Kampf gegen schwere Ziele oder dem Raumkampf gegen Großkampfschiffe ausgelegt. Er besitzt daher auch keine Raketenwerfer oder Torpedoschächte.

Neben den Behältnissen für Nahrungsmittel im beengten Cockpit des Jägers befinden sich rund um die Maschine kleine Frachtluken, welche nur von außen zugänglich sind. Dort können neben der Einsatzausrüstung für den Bodenkampf auch Spreng- oder andere Kampfstoffe für Sabotageaktionen verstaut werden. Eine erweitere Sensorphalanx ermöglicht desweiteren den begrenzten Einsatz als Späher und Aufklärer. Aufgrund der fehlenden Möglichkeiten zur Tarnung und Abschirmung des eigenen Sensorechos ist die Fähigkeit zur Langzeitobservierung feindlicher Stellungen nur als mangelhaft einzustufen. Obwohl der Jäger ein eigenes Lebenserhaltungssystem besitzt, tragen die Piloten meist einen Raumanzug. Bei längeren Einsätzen wird im relativ kleinen Cockpit jedoch auch oftmals darauf verzichtet, wodurch der Schleudersitz nur noch im Luftraum eines Planeten unter einer bestimmten Höhe eingesetzt werden kann.

Eigenschaften und Einsatzspektrum

Grundsätzlich ist der Phaidra X2 ein Abfangjäger zur Bekämpfung von gegnerischen Raumjägern im All und Luftkampfeinheiten innerhalb der Atmosphäre eines Planeten. Dabei kann er es mit fast allen gängigen Jägertypen des Jahres 15 n.E. aufnehmen und galt bereits nach den ersten Testphasen als würdiger Gegner der klassischen Raumüberlegenheitsjäger sämtlicher größerer Fraktionen der Galaxis. Sein nur durchschnittliches Leistungsniveau im Bereich der Geschwindigkeit und Wendigkeit macht er dabei durch ein überragendes Zielsystem und die starke Feuerkraft der beiden Laserkanonen wett.

Über die Möglichkeiten eines guten Abfangjägers hinaus, kann der Phaidra zur Bekämpfung von Bodenzielen eingesetzt werden. Die möglichen Ziele beschränken sich dabei im Boden-Luft-Kampf auf leichte Einheiten, wie Panzer, gelandete Jäger sowie Geschützstellungen. Zur Vernichtung größerer Anlagen können speziell ausgebildete Piloten möglichst unbemerkt landen und das Ziel durch einen Sabotageakt zerstören. Meist finden derartige Aktionen jedoch nur im Rahmen großangelegter Operationen statt und werden von langer Hand geplant.

Als Aufklärer und Späher wird der PX 2 nur begrenzt eingesetzt, da die Piloten in ihren beengten Kanzeln und aufgrund der nur geringen Tarnung nicht längere Zeit in der Nähe feindlicher Kräfte operieren können.

Das Design des Jägers ist dafür ausgelegt nicht nur als planetare Jagdwaffe vom Boden aus starten zu können, sondern auch um von Schiffen der Raumstreitkräfte aus eine Operation zu starten. Mit einem Hyperraumantrieb und genügend Vorräten ausgestattet, kann der Phaidra auch als Langstreckenwaffe in weit entfernten Einsatzgebieten selbstständig eingreifen.

Quellen