Doktorarbeit von Natsu Dragneel

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Doktorarbeit von Nastu Dragneel

Wissenschaftliche Abhandlung zur Erlangung der Doktorwürde Militärakademie Keres I


Die Strategischen Studien
Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde (Dr. Rer. Mil.)


Militärakademie Keres I

Fachbereich: Militärwissenschaften

Leitung: Prof. Dr. Darius Firenze






Kapitel 1 – Einführung in die Militärwissenschaften

Definition des Begriffes Militärwissenschaft

Die Militärwissenschaft, vergleichbar auch Wehrwissenschaft oder auch Kriegswissenschaft, ist die Wissenschaft zur Gewinnung von Erkenntnissen über Charakter und Gesetze des Krieges. Insbesondere angesprochen sind hier die bewaffneten Kämpfe im Krieg, die Vorbereitungen der Streitkräfte und der Staatsform auf den Krieg und zu guter Letzt auch die Methoden der Kriegsführung.

Gesetzesaussagen über den Krieg als organisierter bewaffneter Kampf, die am Krieg teilnehmenden Kräfte und Mittel als auch wissenschaftliche Erkenntnisse über Prinzipien, Formen und Methoden der Vorbereitung und Führung eins Krieges stellen in der Gesamtheit die Militärwissenschaften dar.

Auch zu erwähnen sei die Tatsache, dass die Militärwissenschaft ein übergreifendes Gebiet darstellt. So werden in ihr die Disziplinen aus dem Bereich der Gesellschafts-, Natur- und der technischen Wissenschaft vereint.

Teilgebiete

Nicht nur die Definition der Militärwissenschaften sind nicht abschließend festgelegt, sondern auch die Teilgebiete. So beinhalten die Militärwissenschaften auch Grenzgebiete wie Politikwissenschaften, Konfliktforschung und Strategische Studien aber auch stark spezialisierte Gebiete wie die Wehrmedizin. Ein kurzer Überblick soll Aufschluss über die Inhalte der Militärwissenschaften nahe legen.

Konfliktforschung Militärgeschichte Militärische Strategie, Operationsführung und Taktik Militärpädagogik Militärsoziologie Polemologie Militärgeographie Festungsbau Wehrmedizin Wehrtechnik und Rüstung Militärische Logistik

und abschließend auch die Strategischen Studien, die wesentlich den Inhalt dieser Dissertation stellen werden.

Geschichte

Die Militärwissenschaft entwickelte sich in einem langen historischen Prozess im engen Zusammenhang mit der Militärpolitik der unterschiedlichsten Völker, Staaten, Klassen, Nationen und Bündniskoalitionen. Aber auch generell durch die Streitkräfte und die von ihnen geführten Kriege sowie der Kriegskunst und dem militärtheoretischen Denken. Elemente der Militärwissenschaften entstanden wahrscheinlich bereits weit vor den Anfängen der Galaktischen Republik.


Kapitel 2 – Einführung in die Strategischen Studien

Definition der Strategischen Studien

Die Strategischen Studien sind eine interdisziplinäre, gehören im Kern jedoch der Politikwissenschaft an, welche sicherheitspolitische und militärische bzw. verteidigungspolitische Fragen und Problemstellungen von strategischer Reichweite behandelt. Üblicherweise werden als „strategisch“ all diejenigen politischen Prozesse und Ereignisse verstanden, bei denen infolge des direkten oder indirekten Einsatzes von Macht wesentliche politische Weichenstellungen erfolgen. Deswegen beziehen sich strategische Studien überwiegend auf Kriege, militärische Interventionen oder die Anwendung militärischer Mittel. Aber auch Rüstungskontrolle oder Abrüstung werden betrachtet. Die Wechselwirkung zwischen politischem und militärischem Handeln nennt sich Strategietheorie und ist ebenfalls eine wissenschaftliche Beschäftigung. Ergebnisse werden anhand der Untersuchungsgegenstände erstellt. Diese sind politische und militärische Entscheidungen, Ziele und Bedingungen, die diesen zugrunde liegen, aber auch die Auswirkungen solcher Entscheidungen. Die Strategischen Studien gehen sicherheitspolitische Fragen von Krieg und Frieden an sowie von strategischem Wandel nicht durch Parteinahme oder Rückgriff auf normative Kategorien (z.B. Wie verhindert man Kriege?), sondern nach Wirksamkeit objektiver Gesetze oder nach den Auswirkungen historischer Entwicklungstrends zu fragen.

Die Frage wie militärische Macht für politische Langzeitziele eingesetzt wird und wie sich diese militärische Macht gegen andere durch setzt, wie dadurch politische Entwicklungen eingeleitet, beeinflusst oder verändert werden ist allgegenwärtig. Die strategische Wissenschaft bemüht sich um die Verhinderung von Kriegen bzw. um die Mäßigung von Krieg oder deren rasche Beendigung. Fälschlicherweise ist die Annahme, dass die strategischen Wissenschaften eine Krieg befürwortende Wissenschaft ist.

Ziel der strategischen Studien ist es, methodologisch und empirisch belastbare Theorien zu kreieren, die Regelmäßigkeiten im Umgang mit dem Einsatz militärischer Macht erkennen und darlegen. Ziel ist es Rückschlüsse auf politische und militärische Entscheidungen zu ermöglichen, diese zu optimieren und zu prognostizieren.


Zusammenhang von Strategie und Technologie

Hauptsächlich stehen Fragen im Mittelpunkt, die sich mit dem Zusammenhang zwischen Strategie (damit ist auch militärische Macht gemeint) und technologischer Entwicklung befassen. Zu Zeiten der Galaktischen Republik analysierte Jakar Darus vor und während des Krieges mit dem Sith-Imperium im Jahre 5000 vor der Schlacht von Yavin den Zusammenhang zwischen neuen Technologien und der Strategie und Taktik von Streitkräften. Nach dem Ende des Krieges ging die Debatte über die Bedeutung technologischen Wandels für die Kriegsführung und die damit verbundenen strategischen Konsequenzen weiter. Viele Wissenschaftler erforschten diesen Zusammenhang, so auch Professor Doktor Ladon Ravendal, der in den Mandalorianischen Kriegen im Jahre 3976 vor der Schlacht von Yavin aktiv war. Im Laufe der Zeit und aufgrund des Wandels besagter Technologien konzentriert sich die Studie über den Zusammenhang von Strategie und Technologie zunehmend auf die Nutzung moderner Informationsverarbeitungstechnologien, mit denen sämtliche Streitkräfte der Galaktischen Republik immense Fortschritte machten.

Im Rahmen dieser Beschäftigungen wurde auch der Begriff „Strategie“ immer weiter gefasst und von einem rein militärischen zu einem politisch-militärischen Begriff entwickelt. Wichtig hier ist vor allem auch der von Ladon Ravendal geprägte Begriff der „indirekten Strategie“, was bedeutet, dass sowohl auf den Schlachtfeldern wie in der strategischen Politik oftmals indirekte Ansätze erfolgsversprechender sind als die direkten Versuche, die Kräfte des Feindes herauszufordern. Um einiges wichtiger sind aber die Analysen strategischer Herausforderungen (und die damit verbundenen strategischen Antworten), die auf ein breites, sowohl militärische als auch nicht-militärische Herausforderungen einbeziehendes Gefahrenspektrum abzielt und die verschiedenen politischen und technologischen Rahmenbedingungen mit einbezieht. Letztlich sei zu sagen, dass sich die Strategien einer Streitkraft auf Basis der technologischen Gegebenheiten bewegen und diese fundamental nutzen.

Asymmetrische Kriegsführung und interstellarer Terrorismus

Neben klassischen Feld- oder Raumschlachten gewinnen die asymmetrischen Formen der Kriegsführung sowie der interstellare Terrorismus immer mehr an Bedeutung. Zahlreiche Kopfgeldjäger agieren nach diesem Prinzip, bei dem es allen voran um Unauffälligkeit, Hinterhalt und Sabotage geht. Aber auch größere Militärmächte bedienen sich einer solchen Form des Krieges. Unter uns zahlreichen Imperialen ist den meisten die Rebellenallianz am geläufigsten. Mit dem Fall der Galaktischen Republik und dem Aufbau des Galaktischen Imperiums unter Imperator Palpatine, bediente sich die Rebellenallianz massiv an den Vorteilen dieser Kriegsführung. Zahlreiche Stützpunkte, gekaperte Raumschiffe und Infiltrationen in den Reihen der Imperialen sorgten immer wieder für Konflikte. Umgangssprachlich verwendet man für die Asymmetrische Kriegsführung auch das Wort „Guerilla-Krieg“. Art und Schwere des Angriffes sind dabei schwer bis gar nicht festzustellen und kann bei mangelnder Intervention verheerende Schäden anrichten. Besonders zu Erwähnen sind hier die Bothaner, die aufgrund ihrer Tarnfähigkeiten in der Rebellenallianz oftmals Guerilla-Einsätze durchführten. Selbst unter Weltraumpiraten ist die Methode der Kriegsführung bekannt, denn häufig geraten Nachschubkonvois ins Visier jener. Mithilfe der Guerilla-Kriegsführung ist es auch für Soldaten unmöglich zwischen Zivilisten und Kombattanten zu unterscheiden, wodurch auf den Schlachtfeldern oftmals ein pures Chaos entsteht, welches asymmetrische Kriegsführer zu ihrem Vorteil nutzen können. Interstellarer Terrorismus ist lediglich ein politischer Begriff für diese Kriegsführung und beschreibt überwiegend dasselbe.

Rolle militärischer Macht in Demokratien

Ein weiterer wichtiger Bereich der heutigen Strategiewissenschaft ist die wissenschaftliche Beschäftigung mit der „Rolle militärischer Macht in Demokratien“. Demokratien tun sich nach den traumatischen Erfahrungen des Sith-Krieges außerordentlich schwer mit der Nutzung militärischer Macht als Instrument der Diplomatie. Dies hat nach Auffassung vieler Strategieexperten dazu beigetragen, dass viele Demokratien sich oft zum Spielball diktatorischer Feindbilder haben machen lassen. Umgekehrt muss man aber auch konstatieren, dass es eine Situation gegeben hat, wo gerade eine Demokratie in unbedachter Weise in ein kriegerisches Abenteuer gestürzt ist und für massive Veränderungen in der Galaxis gesorgt hat. Mit der Aufstellung der Klonarmee für die Galaktische Republik spielten die Mitglieder der Republik einem Sith-Lord ungewollt und unwissentlich in die Hände, was letztlich zum Untergang der gesamten Republik führte und das Galaktische Imperium unter Imperator Palpatine ausgerufen wurde. Eine wichtige Funktion der strategischen Wissenschaft ist es daher auch, die richtige Balance zwischen dem zur Problemlösung notwendigen Einsatz militärischer Machtmittel und Gewalt einerseits und den mit dem Einsatz von Gewalt verbundenen Gefahren darzustellen.


Kapitel 3 – Strategie, Taktik und Operation

Die Strategie

Als Strategie wird in sicherheitspolitischen und strategischen Studien der zielgerichtete Einsatz militärischer Gewalt oder die zielgerichtete Androhung von Gewalt zu politischen Zwecken bezeichnet. Damit befindet sich die Strategie zwischen der Politik und der Operationsführung. Strategie sowie die stragetische Planung legen grundsätzliche und zielorientierte Handlungsrahmen zu Erreichung eines militärischen Zieles fest, der sich wiederrum an langfristigen Zeitrahmen orientiert. Die Strategie unterscheidet sich somit enorm von der Operationsführung und der Taktik, die überwiegend eine kurzfristige Wirkung erzielen sollen. Auseinandersetzen tut sich die Strategie überwiegend mit der Koordination von militärischen Kräften und Kräfteansätzen auf unterschiedlichen Schauplätzen zur Erreichung gemeinsamer und/oder übergeordneter Ziele. Das umstrittenste aber bekannteste Konstrukt der Strategie ist der Krieg.

Die Taktik

Im militärischen Sinn bedeutet Taktik den Gebrauch von Streitkräften im Gefecht auf Verbandsebene. Taktik ist ebenso als „koordinierte Anwendung von militärischen Mitteln zur Erreichung eines gewollten Zieles unter Bewertung, Einbeziehung und zieldienlicher Verwendung von vorgefundener Lage, vorhandenen Kräften, räumlichen und zeitlichen Gegebenheiten“ zu beschreiben. Der Taktik untergeordnet ist der Gefechtsdienst auf Einheitsebene und Teileinheitsebene und übergeordnet sind die Operationsführung und die Führungsebene von Großverbänden.

Aufgrund des hohen Einflusses der Technik befindet sich die Taktik im stetigen Wandel. Deshalb sind taktische Körper veraltet und taktische Zeichen unverzichtbar für die Organisation geworden.

Vorgefertigte taktische Muster bezeichnet man als Elementartaktik. Übungen auf dem Gebiet der angewandten Taktik nennt man im kleineren Maßstab auch Felddienstübungen, im größeren Stil spricht man hingegen von einem Manöver.

Die Operation

Zeitlich und räumlich zusammenhängende Handlungen von Kräften einer Seite, die auf ein gemeinsames Ziel gerichtet sind, bezeichnet man im militärischen Sinne als Operation. Man unterscheidet hier ganz klar zwischen Offensiv- und Defensivoperationen, auch wenn das Verständnis auf angriffsweisen Operationen stark überwiegt. Diese sind nämlich darauf ausgerichtet, gegnerische Kräfte zu schwächen oder in eine ungünstige Lage zu bringen, indem Gelände und strategische Punkte abgenommen und die Verteidigungsfähigkeiten gemindert werden. Defensive Operationen haben das Ziel unter Aufwendung geringer eigener Kräfte und deren sparsamen Einsatz feindliche Kräfte zu behindern, vereiteln und die Einleitung eigener Offensivoperationen zu ermöglichen. Militärischen Operationen werden von der Führungsebene eines Großverbandes ab Brigadeebene geführt und finden vor, während und nach den Schlachten statt.

Zusammenfassung

Für die erfolgreiche Durchführung eines Einsatzes benötigt man also eine schlagkräftige Kombination aus Strategie, Taktik und der Operation. Während die Taktik die kurzfristig wirkenden Komponenten einer Operation übernimmt, so bildet die Strategie das langfristige Gesamtbild aller drei Bestandteile ab.


Einzelnachweise