Anthala Davik

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DavikA.jpg
Anthala Davik
Rasse:
  • Mensch (Galakianerin)
Geburtsdatum:
  • 120106 v.E.
Geschlecht:
  • weiblich
Heimatplanet:
Augenfarbe:
  • grün
Haarfarbe:
  • blond
Größe:
  • 1,77 m
Gewicht:
  • 55 kg
Online Akte:
Akte abrufen:


Kindheit und Jugend

Anthala Valeria Davik wurde im Jahr 6 vor Endor auf dem Planeten Gala im Outer Rim geboren. Anders als viele der heutigen Einwohner des Planeten, war ihre Familie nicht als Siedler nach Gala gekommen, denn sie lebten bereits seit Generationen auf dem Planeten. Tradition wurde bei Anthala zuhause zwar nie hoch gehalten, aber ihre Eltern waren überzeugt davon, dass die Besonderheiten der Kultur und Geschichte Galas ein wichtiger Bestandteil ihrer Identität sind. Beide waren Lehrer und hatten sich bereits an der Universität kennengelernt. Während Anthalas Vater nach ihrer Geburt sogar eine Karriere als Professor an der Universität der Hauptstadt Galu einschlug, war ihre Mutter Zeitlebens Grundschullehrerin.

Derweil war die Lage auf dem Planeten zu Anthalas Geburt mehr als schlecht. Ein lange schwelender Konflikt zwischen Monarchisten und Demokraten destabilisierte die Regierung des Planeten schon seit langem. Das politische System versank bereits damals im Chaos und nachdem der Bürgerkrieg im Jahr 2 nach Endor mit voller Wucht ausbrach, war Anthala immer noch ein Kind. Die Straßen von Galu City wurden schon bald zum Schauplatz blutiger Gefechte zwischen den offiziellen Streitkräften des Planeten, Milizen sowie marodierenden Söldnern und Freiheitskämpfern.

Der einstige Wohlstand und Fortschritt, der zu einer starken kulturellen Blüte des Planeten in frühen Jahren gesorgt hatte, wurde innerhalb kürzester Zeit vernichtet. Die Opfer waren jedoch nicht nur Denkmäler und Prestigebauten, sondern insbesondere Menschen. Obwohl ihre Eltern noch lange Zeit ihre Anstellungen behalten konnten und beide nicht zum Militärdienst rekrutiert oder von sonst wem eingezogen wurden, spürte Anthala bereits als Kind von zehn Jahren das Leid ihrer Heimatwelt. Die Stromversorgung und Infrastruktur brach immer wieder zusammen, die Läden und Institutionen der einstigen Metropole waren dauerhaft geschlossen und manchmal herrschte sogar Hunger. Aus Angst eine der Milizbanden könnte Anthala Leid zufügen oder sie könnte in eines der immer wieder ausbrechenden Gefechte geraten, unterrichteten ihre Eltern sie ab ihrem 12. Lebensjahr zuhause. Während sie lernte wie die Welt dort draußen aussah und wie die Galaxis beschaffen war, lebte das Mädchen quasi eingesperrt zuhause in den eigenen vier Wänden. Sie beobachtete jedoch das Grauen draußen auf den Straßen der Stadt und entwickelte sich dadurch zu einer sehr ernsthaften, wenn auch manchmal zynischen Jugendlichen.

Während der Krieg kein Ende zu nehmen schien, wuchs Anthala zu einer intelligenten und willensstarken jungen Frau heran. Gegen den Widerstand ihrer Eltern, verließ sie mit 16 Jahren immer wieder den Schutz ihres Zuhauses. Einer der Gründe dafür war die Krankheit ihres Vaters. Die medizinische Versorgung in Galu City war mittlerweile so schlecht, dass ein chronisches Lungenleiden ihres Vaters nicht mehr behandelt werden konnte. Nachdem die Universität ohnehin längst geschlossen hatte, konnte er nun also noch nicht einmal mehr seinen kleinen Erwerb aus dem Privatunterricht der wenigen noch Privilegierten der Stadt nachhause bringen.

Um die Versorgung ihrer Familie zu sichern und sich vielleicht Medikamente für ihren Vater zu leisten, zog Anthala also hinaus und fand auf den Trümmern der Schlachtfelder schnell eine neue Beschäftigung. Das kleine Mädchen plünderte die Technologie der alten maroden Gebäude der Stadt aus und verkaufte alles, was auch nur irgendwie gewinnbringend erschien. Später schreckte sie noch nicht einmal davor zurück sich die Waffen der Toten zu nehmen und sie auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen.

Es grenzt bis heute an ein Wunder, dass Anthala durch die Erlebnisse ihrer Kindheit und Jugend nicht traumatisiert wurde. Zu verdanken ist dies wohl nur der harten Schale mit der zu umgeben sie sich gelernt hatte. Ihre Sturheit und Verbissenheit sind daraus wohl ebenso ein Ergebnis, wie ihre Verschlossenheit und ihr Misstrauen anderen Personen gegenüber. Im Allgemeinen hat der Zustand ihres Planeten ihr aber auch zwei Dinge anerzogen. Verliere niemals die Kontrolle über deine Umwelt und wenn du Macht besitzen willst, dann musst du dafür kämpfen. Begriffe wie Sicherheit werden für sie immer mit Stärke verbunden sein. Dabei hat sie bereits früh erkannt, dass es in Wirklichkeit nie die Männer und Frauen mit der physischen Stärke sind, die schlussendlich die Fäden in der Hand halten, sondern immer diejenigen, die sich durch ihre geistige Überlegenheit durchsetzen können.


Republic Engineering Corporation

Der Bürgerkrieg endete mit einem Paukenschlag. Als wie aus dem Nichts eine Truppe aus mandalorianischen Söldner sämtliche Kriegsparteien ausschaltete, herrschte plötzlich Ruhe auf dem Planeten. Von einer Ordnung war man noch weit entfernt, aber mit dem Eintreffen der ersten Berater und Investoren der Republic Engineering Corporation gewann Gala langsam wieder an Stabilität. Der Wiederaufbau musste Milliarden kosten, aber mit seinen immensen Investitionen sicherte sich das fremde Unternehmen schnell sämtliche Sympathien der Bevölkerung. Als das politische System wieder errichtet wurde, war es daher nicht verwunderlich, dass eine alleinige Herrschaft des Rüstungskonzerns weithin akzeptiert wurde.

Die REC brachte neuen Wohlstand und Fortschritt nach Gala, auf einem Fundament von Stabilität und Sicherheit. Die Führer des Unternehmens wurden wie Befreier und Heilsbringer gefeiert, auf der vom Krieg gebeutelten Welt. Auch Anthala ließ sich von der Begeisterung anstecken. Sie besuchte mit 18 Jahren eine der ersten neu errichteten Universitäten des Planeten, nachdem sie einen Eingangstest zu bestehen hatte. Die Anforderungen waren hoch, denn die REC forderte von ihren neuen Bürgern den vollen Einsatz für die Belange des Konzerns. Es wurden Millionen tatkräftige und intelligente Angestellte für die Abteilungen der Rüstungsfirmen gebraucht.

Anthala versuchte sich, ermuntert von ihren Professoren gleich in drei Studiengängen zu beweisen. Ihr technisches Geschick und ihre Leidenschaft für die Physik brachte sie zu einem Studiengang mit dem Schwerpunkt Energiegewinnung und Generatortechnologie. Ihr frühes Interesse für Droiden versuchte sie in Lehrgängen zu Informatik und Künstlicher Intelligenz weiterzuentwickeln. Schlussendlich stillte sie ihren Wissensdurst auch noch im Studienfach Astrophysik, wobei sämtliche Abschlüsse zu einem einzigen Universitätsabschluss zusammenliefen. Als Absolventin für angewandte Forschungs- und Technologieentwicklung wurde sie danach sofort in eine Forschungsabteilung des Unternehmens gesteckt.

Im Jahr 18 nach Endor musste sie mit 24 Jahren zum ersten Mal ihre Heimatwelt verlassen. Die Forschungseinrichtung zu der sie versetzt wurde, befand sich auf einer Raumstation im Orbit des Planten. Als Teil eines Teams wurde sie für die Entwicklung und den Bau eines Hochleistungsgenerators eingesetzt, der planetare Schilde mit Energie versorgen sollte. Das Projekt dauerte knapp zwei Jahre und mit den Erfahrungen, die sie währenddessen gesammelt hatte, hatte auch Anthalas Selbstvertrauen zugenommen. Sie hatte sich von einer einfachen Assistentin zur Abteilungsleiterin hochgearbeitet, was unter anderem auch an der dünnen Personalpolitik des Unternehmens lag. Der immer stärker wachsende Konzern brauchte immer mehr Mitarbeiter und immer mehr junge Absolventen rückten von den Universitäten nach. Anthala interessierte sich auch weiterhin für alle möglichen Forschungsfelder und schnupperte mal hier mal da hinein, während sie an weiteren Projekten für das Unternehmen arbeitete. Ihr Ehrgeiz brachte sie zudem immer weiter nach oben in der Weisungskette des Unternehmens. Gerade dadurch wurde sie aber sehr oberflächlich in ihren Beurteilungen, nicht nur gegenüber ihren Kollegen und Forschungsfeldern, sondern auch was die politische Lage auf dem Planeten anging.

Als im Jahr 21 nach Endor der Vorsitzende des Unternehmens Corin Ardant unter mysteriösen Umständen verstarb, war Anthala in eine gefährliche Lage gekommen. Ihr Leben war keineswegs bedroht, aber durch ihre Loyalität zum Unternehmen und ihrer ehrgeizigen Kälte gegenüber ihren Kollegen und Untergebenen, geriet sie ins Visier der lokalen Behörden. Anthala hatte nämlich damit angefangen einige Projekte unter ihrer Verantwortung nicht nur eigenwillig weiterzuentwickeln, sondern auch Pläne und Blaupausen auf eigene Faust weiterzuverkaufen. Durch ihre Loyalität hatte das Unternehmen lange Zeit über beide Tätigkeiten hinweggesehen. Es handelte sich meist nur um kleine Nebenprojekte und keine gefährliche Waffentechnologie oder bahnbrechende Entwicklungen.

Als unter der neuen Leitung jedoch Ermittlungen gegen sie eingeleitet wurden und sie zudem immer stärker durch Gerüchte aufgeschreckt wurde, nach denen der ehemalige Konzernleiter ermordet wurden war, ergriff Anthala kurzer Hand die Flucht.


Weg ins Imperium

Ohne eine offizielle Ausreisegenehmigung einzuholen, verließ Anthala noch im Jahr 21 nach Endor Gala und das Outer Rim, um einen Neuanfang zu wagen. Es war keineswegs der Zufall, der sie ins Imperium führte. Zum einen war sie sich sicher, dass die Strafverfolgung der REC nicht bis ins Imperium reichen würde. Zum anderen erhoffte sie sich hier die schnellsten und besten Aufstiegsmöglichkeiten in einem neuen Leben. Gerade das Militär suchte immer wieder neue fähige Leute und sie selbst hielt sich natürlich für mehr als fähig.

Sie wurde jedoch schnell enttäuscht, als sie erwartet hatte direkt als Wissenschaftsoffizier in den Rängen des Imperiums aufzusteigen. Keiner ihrer Universitätsabschlüsse wurde anerkannt, insbesondere da sie keinerlei Unterlagen dazu beibringen konnte. Ihre Fähigkeiten wurden belächelt und ihre Reputation war im Imperium nichts wert.

Anthala wollte jedoch nicht so schnell aufgeben und obwohl sie über das Durchschnittsalter des gewöhnlichen Rekruten schon hinaus war, meldete sie sich als gemeiner Soldat. Wenigstens gelang ihr nach ihrer verkürzten Ausbildung eine Versetzung zum Ingenieurs-Corps des Imperiums und so startete sie mit 28 Jahren eine neue Karriere.