Planetenfunktion: Unterschied zwischen den Versionen

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Bereits zu Beginn der Entwicklung und Ausbreitung der interstellaren Raumfahrt haben ganze Planeten angefangen sich zu spezialisieren und spezielle Funktionen innerhalb des galaktischen Geflechts eingenommen. Die Bildung von besonderen '''Planetenfunktionen''' hat durch die Gründung größerer politischer Gebilde und Reiche, sowie durch die Entstehung von wirtschaftlichen Netzwerken, welche ganze Systeme und Sektoren umfassen, mit der Zeit immer mehr an Bedeutung gewonnen. Mittlerweile lässt sich sogar ein Großteil der Planeten in der Galaxis nach bestimmten Funktionen charakterisieren und typologisieren.
 
Bereits zu Beginn der Entwicklung und Ausbreitung der interstellaren Raumfahrt haben ganze Planeten angefangen sich zu spezialisieren und spezielle Funktionen innerhalb des galaktischen Geflechts eingenommen. Die Bildung von besonderen '''Planetenfunktionen''' hat durch die Gründung größerer politischer Gebilde und Reiche, sowie durch die Entstehung von wirtschaftlichen Netzwerken, welche ganze Systeme und Sektoren umfassen, mit der Zeit immer mehr an Bedeutung gewonnen. Mittlerweile lässt sich sogar ein Großteil der Planeten in der Galaxis nach bestimmten Funktionen charakterisieren und typologisieren.

Aktuelle Version vom 2. Dezember 2019, 20:11 Uhr

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Bereits zu Beginn der Entwicklung und Ausbreitung der interstellaren Raumfahrt haben ganze Planeten angefangen sich zu spezialisieren und spezielle Funktionen innerhalb des galaktischen Geflechts eingenommen. Die Bildung von besonderen Planetenfunktionen hat durch die Gründung größerer politischer Gebilde und Reiche, sowie durch die Entstehung von wirtschaftlichen Netzwerken, welche ganze Systeme und Sektoren umfassen, mit der Zeit immer mehr an Bedeutung gewonnen. Mittlerweile lässt sich sogar ein Großteil der Planeten in der Galaxis nach bestimmten Funktionen charakterisieren und typologisieren.

Typologisierung

Die Funktion eines Planeten ist nicht nur abhängig von der natürlichen Umwelt, dem Klima, der einheimischen Bevölkerung, Kultur und ihren Traditionen, dem Entwicklungsstand und schlussendlich auch der stellaren Position, sondern ist zudem prägend für die Zukunft einer Welt. Ob sich ein ganzer Planet wirtschaftlichen oder politischen Zielen verschreibt, sich der Wissenschaft oder dem Krieg zuwendet, kann über Jahrhunderte hinweg tiefgreifende Veränderungen nach sich ziehen, aber auch den Weg und die Entscheidungen, welche eine Regierung trifft, beeinflussen.

Kuats Raumwerften und ihr schier unermessliches wirtschaftliches Potenzial wurden in fast jedem größeren Krieg der Vergangenheit und Gegenwart zum Zankapfel der Mächte. Der Besitz Coruscants als symbolisches und tatsächliches politisches Machtzentrum der Galaxis kann den Aufstieg und Fall ganzer Reiche markieren. Bastion gilt mit seinen Festungen und militärischen Verteidigungsanlagen selbst in den Zeiten der Krise als ewiger Garant imperialer Standfestigkeit. Arkania stellt mit seinen Universitäten und Forschungseinrichtungen immer neue Meilensteine im wissenschaftlichen Fortschritt der Galaxis auf und zieht scharenweise nicht nur die klügsten Köpfe, sondern auch Förderer und Gönner an.

Diese Welten wurden nicht wegen des Klangs ihrer Namen oder aufgrund von Vorsehung und göttlicher Macht in eine herausragende Stellung erhoben. Es ist ihre Funktion und damit die Rolle, welche sie in der Entwicklung der Galaxis spielen. Es gibt daneben unzählige Welten, die auf sich allein gestellt nur die eigene autonome Selbstversorgung oder Abhängigkeit von anderen Planeten kennen und sich nie spezialisiert haben oder dies erst in Zukunft tun werden.

Auf Grundlage ihrer infrastrukturellen, wirtschaftlichen, politischen oder militärischen Ausrichtung lassen sich Planeten dementsprechend typologisieren und bestimmten Funktionen und Mustern zuordnen, selbst wenn sie durch ihre Spezialisierung noch keine galaktische Berühmtheit erlangt haben. Diese Charakterisierung ist zwar nur eine grobe Erfassung, ermöglicht es aber einen großen Teil der Planeten der Galaxis einzuordnen. Eine derartige Kategorisierung gibt einen schnellen Überblick und kann für strategische oder politische Entscheidungen in einem größeren Rahmen unabdingbar sein. Bei der Typologisierung wurden daher insbesondere auch militärische Gesichtspunkte zu Rate gezogen.

Übersicht und Definitionen

Die in dieser Liste dargestellten Planetenfunktionen sollen zwar möglichst allumfassend sein und alle Möglichkeiten der Spezialisierung abdecken, die Existenz von Ausnahmen, Mischformen und Sonderfällen wird hierdurch jedoch nicht ausgeschlossen. Die Definitionen der einzelnen Funktionen sollen helfen auf den ersten Blick zu erfassen, wodurch eine derartige Welt charakterisiert ist, umgekehrt aber auch ermöglichen einen Planeten nach seiner Funktion zu kategorisieren.

Hinweis: Eine Welt kann nicht nur durch ihre Funktion, sondern auch auf Grundlage ihres Planetentyps, der Atmosphäre, politischen Ausrichtung, dem Technologieniveau und vielen anderen Faktoren beschrieben und definiert werden.

Siedlungs-/Kolonialwelt

Planeten dieses Typs können sich in Phasen unterschiedlichster Entwicklung befinden und sind geprägt durch großangelegte Projekte zur Kolonisierung und Besiedlung. Ob es sich hierbei um das Programm einer Großmacht zur Expansion in neue Regionen der Galaxis handelt oder um Operationen einzelner Planeten zur Bewältigung ihres Bevölkerungsüberschusses, spielt in erster Linie keine Rolle. Siedlungs- oder Kolonialwelten können sich aus unbewohnbaren ebenso wie aus bereits bevölkerten Planeten entwickeln. Die Besiedlung kann mit einem umfassenden Terraforming-Prozess oder auch der Vertreibung einheimischer Lebensformen einhergehen. Welten mit dieser Funktion können sich zudem noch im Aufbau befinden oder bereits voll entwickelt sein.

Von einem ersten Pionierstadium, in welchem die Welt noch erkundet wird und primitive und verstreute Ansiedlungen gegründet werden, bis hin zu gigantischen Städten, Agrarwirtschaft und ersten großen Industrieanlagen, umfassen Kolonialplaneten alles. Sie sind häufig geprägt von großen Infrastrukturprojekten und dem Städtebau sowie der Erschließung neuer Lebensräume auf der Planetenoberfläche oder sogar darunter. Viele Kolonien stellen nur eine Zwischenphase dar und befinden sich oft zwangsläufig auf dem Sprung zu einer weiteren Spezialisierung oder wurden ursprünglich sogar allein mit diesem Ziel gegründet.

(typische Beispiele: Andalia, Cato Neimoidia)

Verwaltungs-/Herrschaftszentrum

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In größeren Herrschaftsgebieten, welche mindestens einen Sektor umfassen, sind beinahe zwangsläufig auch Verwaltungs- und politische Zentren zu finden. Häufig handelt es sich hierbei um die Heimatwelt einer expandierenden Zivilisation, welche kulturell und politisch prägend für alle anderen Planeten des Herrschaftsgebietes ist. Obwohl es keine grundsätzlichen infrastrukturellen Gleichheiten geben muss, sind Verwaltungs- und Herrschaftszentren sehr oft durch eine zunehmende Verstädterung des Planeten geprägt. Selbst wenn dies nicht der Fall ist, finden sich auf dem Planeten eigentlich immer bedeutende Repräsentativbauten, beispielsweise einen Herrschaftspalast oder Institutionen wie ein Parlamentsgebäude, sowie unzählige Einrichtungen für Ministerien und den restlichen Verwaltungsapparat.

Aufgrund seiner besonderen politischen Bedeutung bedürfen derartige Herrschaftszentren für ganze Großmächte nicht nur militärischen Schutz, sondern ziehen auch weitere Institutionen und Bevölkerungsschichten an. Botschaften anderer Mächte, Transport- und Kommunikationsunternehmen, Medien- und Presseeinrichtungen sowie eine Vielzahl von Dienstleistungsbetrieben runden das Bild um die Bürokraten und Politiker auf diesen Welten ab. Die Anzahl der Aristokraten oder Staatsbediensteten kann dabei mehrere Millionen umfassen, welche für die zentrale Verwaltung tausender Planeten zuständig sind und einen entsprechenden Beraterstab und Hofstaat nach sich ziehen. Allein die komfortablen Wohn- und Freizeitanlagen für dieses Heer an Angestellten verschlingen einen großen Teil der Planetenoberfläche.

(typische Beispiele: Coruscant, Csilla, Mon Calamari)

Wirtschafts-/Handels-/Bankenzentrum

Planeten mit dieser Funktion sind insbesondere Zentren der Dienstleistungs- und Finanzwirtschaft und unterscheiden sich deutlich von Industriewelten, Rüstungszentren oder Agrarwelten. Wirtschafts- oder Bankenzentren bilden sich durch eine jahrhundertelange Entwicklung und können von touristischen Attraktionen, Glücksspiel und Erholungsmöglichkeiten bis hin zu riesigen Konglomeraten der Finanzwirtschaft und des Bankensektors alles umfassen. Es liegt bei diesen Planeten ein besonderes Augenmerk auf dem Dienstleistungssektor, während sich Industriewelten beispielsweise auf die Produktion von Gütern spezialisiert haben. Neben den klassischen Wirtschafts- und Finanzzweigen, kann es sich bei solchen Welten auch um Umschlagplätze im galaktischen Waren- und Informationsverkehr handeln.

Aufgrund ihrer Position an stark frequentierten Hyperraumrouten oder anderen Schlüsselstellen, sind solche Welten durch gigantische Raumhäfen und Orbitalanlagen geprägt und ziehen Vertreter diverser Konzerne, Kaufleute und Informationshändler, aber auch Schmuggler und Verbrecher an. Da sich eine Spezialisierung als Handelszentrum meist mit einer starken Betätigung im Finanzsektor vermischt oder andere Dienstleistungen zwangsläufig zu einem starken Personen- und Warenverkehr führen, handelt es sich dabei um eine einzige Kategorie.

(typische Beispiele: Muunilinst, Zeltros, Ord Mantell)

Industriewelt

Häufig auf Grundlage reicher Ressourcenvorkommen und einer großen einheimischen Bevölkerung haben sich einige Planeten über Jahrhunderte hinweg zu Industriewelten entwickelt. Die planetare Struktur ist geprägt durch die Produktion und Weiterverarbeitung von Industriegütern und wird nach einer langen Zeit des Raubbaus meist sogar von externen Rohstoffquellen gespeist. Die Planetenoberfläche ist zumindest teilweise von Fabrikanlagen überzogen, welche oftmals noch tief unter die Erde reichen können oder sogar durch Orbitalanlagen ergänzt werden. Das wirtschaftliche und damit auch militärische Potenzial derartiger Welten ist nicht zu unterschätzen, auch wenn sie sich, anders als Rüstungszentren, meist auf die zivile Güterproduktion konzentrieren. Es sind unterschiedliche Spezialisierungen oder ein generalisierter Ansatz möglich.

Ein Planet kann beispielsweise alle möglichen Verbrauchsgüter herstellen, genauso gut kann er sich aber auf die Produktion ziviler Großraumfrachter oder die Fabrikation luxuriöser Waren beschränken. Industriewelten können, je nachdem welche Güter sie produzieren und welchen Ansatz sie dabei verfolgen, von einer zunehmenden Umweltverschmutzung bedroht sein oder auch ohne eine größere Beeinflussung ihrer natürlichen Umwelt agieren. Dementsprechend unterscheidet sich auch die Lebensweise und -qualität der ansässigen Bevölkerung, welche ihren Verdienst meist aus einer Anstellung in einem der unzähligen Großkonzerne bezieht. Neben den Produktionsanlagen gibt es deswegen ausgedehnte Arbeitersiedlungen, die Komfort oder auch einen ziemlich geringen Lebensstandard bieten können.

(typische Beispiele: Eriadu, Pesht)

Rüstungszentrum

KuatYards.jpg

Planeten, welche sich auf die Produktion militärischer Güter spezialisiert haben, stellen eine besondere Form der Industriewelt dar. Rüstungszentren haben sich aufgrund des unstillbaren Bedarfs der Großmächte und ihrer Streitkräfte an immer neuen Waffen und Kriegsgeräten gebildet. Im Herrschaftsbereich beinahe jeder Großmacht haben sich daher mehrere Rüstungszentren entwickelt, welche ganze Planeten umfassen und meist von einzelnen Konzernen und Großunternehmen faktisch kontrolliert werden. Derartige Welten umfassen zwar nicht nur Produktionsanlagen zum Bau von Kriegsgerät, sind aber dennoch durch die bedeutende Stellung und die Macht der Waffenschmieden und Rüstungskonzerne geprägt.

Gigantische Orbitalwerften zum Bau von Kriegsschiffen oder Produktionsanlagen zur Herstellung von Infanteriewaffen, Panzern und Kampfläufern auf der Oberfläche sorgen nicht nur für einen immensen Bedarf an Arbeitern und Rohstoffen, sondern ziehen auch die Aufmerksamkeit und das Geld der Mächtigsten der Galaxis auf sich. Der Besitz oder zumindest die enge Verbindung zu Planeten mit derartiger Funktion kann bereits über Sieg oder Niederlage in einem Krieg entscheiden und so den Aufstieg oder Niedergang einer Großmacht besiegeln. Es ist nicht weiter verwunderlich, dass die begehrten Rüstungszentren häufig unter besonderem militärischen Schutz stehen. Orbitalwerften werden beispielsweise durch starke Verteidigungsanlagen gesichert und Fabriken befinden sich nicht nur auf dem Planeten, sondern wurden wie Bunkeranlagen teils auch unterirdisch angelegt.

(typische Beispiele: Kuat, Balmorra, Sullust)

Agrarwelt

Meist in ihrer Bedeutung verkannt, sind Agrarwelten die Kornkammern größerer Mächte und überlebenswichtig für bevölkerungsreiche Planeten, welche sich längst nicht mehr selbst versorgen können. Aufgrund ihrer bäuerlichen Lebensweise sind die Einwohner solcher Planeten als primitiv und rückständig verschrien, obwohl hier modernste Techniken und Technologien zum Einsatz kommen. Von ihrem erfolgreichen Einsatz kann das Überleben ganzer Großmächte abhängen. Landwirtschaftlichen Gesichtspunkten unterworfen, ist die Oberfläche derartiger Planeten mit riesigen Anbau- oder Weidegebieten für Nutztiere überzogen.

Alle Belange des Planeten sind auf eine optimierte Ausnutzung des Klimas und der Bodenfläche zur Nahrungsmittelgewinnung ausgelegt, um einen möglichst großen Überschuss zu erarbeiten. Die Nahrungsmittelproduktion und deren Weiterverarbeitung kann teilweise hunderte Milliarden Lebewesen und damit gleich mehrere andere Welten versorgen, welche beispielsweise vollständig verstädtert oder mit Industrieanlagen überwuchert sind. In den Depots eines Agrarplaneten lagern zudem beinahe unermessliche Nahrungsmittelreserven, welche im Kriegsfall die Versorgung der Streitkräfte sicherstellen. Von vielen Militärstrategen unterschätzt, können Agrarwelten dementsprechend zum wunden Punkt ganzer Imperien werden. Durch einen gezielten Angriff auf die Versorgungszentren des Feindes, kann man ihn im wahrsten Sinne des Wortes aushungern.

(typische Beispiele: Morthac, Daruvvia)

Minen-/Ressourcenwelt

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Ebenso wie Agrarzentren, dienen Minen- und Ressourcenwelten der Versorgung anderer Planeten mit wichtigen Grundstoffen zum täglichen Überleben und Vorankommen. Minen- und Ressourcenwelten sind besonders rohstoffreiche Planeten, welche häufig die Industrie und Wirtschaft in Nachbarsystemen und Sektoren beliefern und so eine überlebenswichtige Versorgungsquelle für die Ökonomie darstellen. Ob es sich dabei um die Gewinnung von Tibanna-Gas, Durastahl oder einem anderen Element zur Weiterverarbeitung und Produktion handelt, ist für die Kategorisierung unerheblich. Ressourcenwelten werden meist brutal ausgebeutet, egal ob die Materialien, Mineralien und Stoffe an der Oberfläche oder in unterirdischen Stollen abgebaut werden.

Auffallend ausgeprägt ist auf diesen Welten zudem das Beförderungs- und Transportsystem, besonders auf dem Planeten selbst oder von diesem fort und hin zu einem der Verarbeitungszentren. Es gibt neben den großen Raumhäfen und Umschlagplätzen nur wenige Wohn- und Infrastrukturkomplexe, da häufig mit schweren Maschinen und Droiden gearbeitet wird. Minen- und Ressourcenwelten werden teilweise bis zur vollkommenen Erschöpfung eines Planeten ausgebeutet und das ohne jede Rücksicht auf die Vernichtung der bestehenden Lebensräume. Einige Planeten bleiben dadurch als karge Einöden zurück, welche unter anderem von Stollen und riesigen Tunnellabyrinthen durchzogen sind. Einige dieser Welten werden danach unter anderem als Gefängnis verwendet.

(typische Beispiele: Gradak, Mustafar, Kessel)

Wissenschafts-/Forschungszentrum

Die Entwicklung neuer Technologien zählt bereits seit Jahrtausenden zu einer der wichtigsten Bestrebungen der galaktischen Bevölkerung. Fortschritt im Bereich der Wissenschaft und Forschung prägt das alltägliche Dasein von Billiarden von Lebewesen und wird auch in Zukunft über den Aufstieg und Fall von Regierungen mitentscheiden. Das Streben nach technischer Überlegenheit hat daher zur Bildung von Forschungszentren auf dutzenden Planeten in der Galaxis geführt. Tradition und natürliche Veranlagung einer Spezies haben ebenso wie praktische Gründe dazu geführt, dass bestimmte Welten mittlerweile als Hochburgen der wissenschaftlichen Entwicklung gelten. Die Vernetzung von großen Forschungszentren und die Ballung von Universitätsstädten mit unterschiedlichster Ausrichtung machen diese Planeten zu einem Anziehungspunkt für Intellektuelle und Wissenschaftler aus der ganzen Galaxis.

Ihr Ruf führt auch dazu, dass Wirtschaftsunternehmen und Regierungen vom Deep Core bis zum Outer Rim auf der Suche nach klugen Köpfen und neuen Technologien jährlich ein Vermögen für die Forschungs- und Lehreinrichtungen dieser Welten bereitstellen. Neben Planeten mit einer besonders hohen Dichte an Universitäten, Akademien und wissenschaftlichen Einrichtungen, gibt es jedoch auch teilweise unbewohnbare oder unbesiedelte Welten mit nur kleineren Forschungsanlagen. Teilweise findet hier aufgrund der besonderen Umwelt eines Planeten die Entwicklung neuer militärischer Technologien statt, welche meist staatlich gelenkt wird.

(typische Beispiele: Arkania, Mnemosyne)

Außenposten

Großmächte unterhalten häufig ein umfassendes Netzwerk aus Militärstützpunkten, Verteidigungsanlagen, Kommando- und Horchposten sowie Versorgungsdepots, Überwachungs- und Aufklärungszentren entlang ihrer Grenzen. Militärische Außenposten sind daher auf vielen Planeten das prägende Element ihrer Entwicklung, insbesondere wenn die Bedeutung dieser Welten ansonsten relativ gering ist. Die Aufgaben eines Außenpostens können dabei mannigfach sein, wodurch sich auch ihre Bedeutung und ihre Beschaffenheit stark unterscheiden können. Auf unbewohnten Planetoiden finden sich aufgrund ihrer stellaren Position und relativen Abgeschiedenheit daher häufig geheime Kommunikationsknoten, Aufklärungsstellungen und Horchposten, um die Flottenbewegungen eines Feindes und dessen Absichten zu überwachen oder gängige Hyperraumrouten im Auge zu behalten.

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Kommandoposten und Versorgungsdepots befinden sich dagegen eher im eigenen Hinterland und dienen dazu den Vormarsch der Truppen am Laufen zu halten sowie Rückzugspunkte zu bieten. Kleinere Militärstützpunkte und Außenposten dienen zudem häufig als Anlaufstelle und Aufenthaltslager von Armeen und Flottenverbänden. Hier sammeln sich für kurze oder längere Zeit in ausgebauten Verteidigungsstellungen ganze Divisionen und Heeresgruppen, um anschließend militärische Operationen im Feindgebiet zu starten. Die Lager und Stützpunkte können dabei improvisiert sein oder bereits seit Jahren ausgebaut, wodurch ein Planet dauerhaft oder auch nur kurzzeitig zu einem militärischen Außenposten werden kann.

(typische Beispiele: Kashyyyk, Rhommamool)

Festungswelt

Manche Militärstützpunkte entwickeln sich über Jahrzehnte hinweg immer weiter, wodurch sie irgendwann das Leben auf einer Welt quasi vollkommen in ihre Gewalt bringen. Sobald die Bevölkerung ebenso wie die gesamte Oberfläche und der Orbit eines Planeten allumfassend den Belangen militärischer Notwendigkeit unterworfen ist, spricht man von einer Festungswelt. Die gesamte Oberfläche des Planeten ist dabei von einem Verteidigungsnetzwerk überzogen. Geschützbatterien, Bunkeranlagen, Kasernen, Kommandoeinrichtungen und eine gut ausgebaute Infrastruktur bilden das Herzstück dieser militärischen Festungen. Die Verteidigungseinrichtungen ziehen sich vom Orbit des Planeten bis tief unter die Erde und neben einer starken Wachflotte geht die Besatzungsstreitmacht häufig bis in die Millionen. Festungswelten sichern strategische Schlüsselstellen in bestimmten Sektoren, schützen besondere Anlagen und Einrichtungen oder gelten als letzter Rückzugspunkt in verzweifelten Situationen, da sie im Grunde darauf ausgelegt sind uneinnehmbar zu sein. Der Aufwand und die Möglichkeit eine Festungswelt aufzubauen und dauerhaft besetzt zu halten, liegen meist nur in der Macht starker und einflussreicher Regierungen. Der Nutzen eines solchen Planeten als Herrschaftsgarant und letzte Verteidigungslinie gegen einen Feind kann hingegen unermesslich sein.

(typische Beispiele: Bastion, Prakith)

Ausbildungs-/Testgelände

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Militärakademien blicken häufig auf eine jahrhundertealte Tradition zurück und verstehen sich als eiserner Garant von Disziplin, Ordnung und Siegesgewissheit in einer Streitmacht. Ihr langer Bestand auf einem einzigen Planeten führt dabei nicht nur zu einem gewissen Ruf, sondern auch zum stetigen Ausbau ihrer Einrichtungen. Flottenakademien, Offiziersschmieden, Infanterieschulen und die Ausbildungseinrichtungen von Spezialeinheiten legen neben ihrer theoretischen Schulung auch besonderen Wert auf die praktische Ausbildung ihrer Soldaten. Die Gebäude und Anbauten einer Akademie übertreffen dabei häufig die Ausmaße renommierter ziviler Universitäten auf anderen Planeten und umspannen zusammen mit ausgedehnten Außenanlagen teilweise ganze Kontinente.

Die Übungsgebiete für großangelegte Manöver müssen sich jedoch nicht in direkter Nähe einer Akademie befinden. Gerade Raumstreitkräfte und Spezialeinheiten greifen für ihre Übungen oftmals auf abgelegene Planeten zurück, die besondere Umweltbedingungen bieten. Im Fall eines Eliteregiments kann es sich dabei um lebensfeindliche Wüsten, einen Dschungel oder von Lava durchzogene Einöden handeln, welche die Truppen unter härtesten Bedingungen an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit bringen sollen. Die Raumstreitkräfte oder auch Rüstungsunternehmen greifen hingegen gern auf unbewohnbare Planeten zurück, welche ihnen für Waffentests und Zielübungen ideale Bedingungen bieten. Planeten mit nahen Asteroidenfeldern werden gerade zum Training von Kampfpiloten bevorzugt vom Militär besetzt und genutzt.

(typisches Beispiel: Prefsbelt IV, Carida, Anaxes)

Quellen